Sonntagsbrunch

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Willkommen, diese Woche nicht zum Samstags-, jedoch zum Sonntags-Brunch. Anbei findest Du die Highlights, welche wir im Laufe dieser Woche auf Twitter gepostet haben. 

Bezüglich der Überbrückungshilfe und Förderprogramme haben wir in unserem letzten Samstags-Brunch ausführlich berichtet, respektive wichtige Quellen zitiert. Diese Woche gilt es vor allem darauf hinzuweisen, dass derzeit gefälschte E-Mails im Zusammenhang mit Corona-Hilfsmaßnahmen im Umlauf sind. Weitere Informationen findest Du unter ‘Neuigkeiten zu den Überbrückungshilfe des Bundes und der Länder’ und ‘Verschiedene Förderungen’.

Die ‘Wirtschaftsmeldungen’ sind diese Woche ein wenig ausführlicher ausgefallen. Basierend interessanten Umfragen und Studien von IW Köln, Destatis, ifo Institut, KFW und EY. Trotz Zeichen der Erholung, haben sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Bereichen, welche schwerer beeinflussbar sind, vertieft. Wir erwarten deshalb eine langsame Erholung der Wirtschaft und gehen in unserem ‘Schlusswort’ näher darauf ein.

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Wir freuen uns auf Dich! In der Zwischenzeit, viel Spass mit unserem Wochenrückblick:

Überbrückungshilfe des Bundes und der Länder

Bund (BMWI) –  Informationen und Unterstützung für Unternehmen: Derzeit sind gefälschte E-Mails im Zusammenhang mit Corona-Hilfsmaßnahmen im Umlauf. Diese stammen von einem imaginären “Bundesamt für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe (BAKWH)”. Ein derartiges Bundesamt gibt es nicht. Die zugehörige veröffentlichte Webseite des Bundesamtes ist zwischenzeitlich nicht mehr abrufbar. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie keine Fake-Webseiten besuchen und reagieren Sie nicht auf E-Mails eines imaginären “BAKW. Hier geht’s zur offiziellen Seite.

Bund (BMWI) – 15.07.2020 – Ausbildungsbeginn ist maßgeblich für Förderberechtigung beim Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Vorgesehen sind Ausbildungsprämien für kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Ausbildungsniveau in dem im Jahr 2020 neu beginnenden Ausbildungsjahr im Vergleich zu den drei Vorjahren beibehalten oder sogar erhöhen. Mehr Informationen hier.

Niedersachsen – Online-Antragsverfahren für Kultureinrichtungen vorübergehend offline. Auslöser dafür sind Hinweise auf Sicherheitsmängel. Eine Überprüfung der Internetseite durch externe Fachleute wird veranlasst. Hier geht’s zu den Presseinformationen.

Weitere Informationen bzgl. Unterstützungsmöglichkeiten für Startups, kleine und mittelständische Unternehmen und Kulturschaffende findest du unter Ressourcen Länder, Bundes Ressourcen Bund und Andere Ressourcen auf unserer Webseite.

Verschiedene Förderungen

Schleswig-Holstein – Das → Sofortausstattungsprogramm wird als Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule 2019 bis 2024 umgesetzt und ermöglicht insbesondere die Anschaffung mobiler Endgeräte durch die Schulträger, die diese dann an Schülerinnen und Schüler mit einem entsprechenden Bedarf ausleihen können. Die Veröffentlichung wird in dem am 20. Juli 2020 erscheinenden Amtsblatt erfolgen. Anträge auf Zuwendungen aus dem Sofortausstattungsprogramm werden am 20. Juli 2020 freigeschaltet. Weitere Informationen hier.

Wirtschaftsmeldungen

Wirtschaftslage

BMWI (Bund): Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2020

  • Nach der Lockerung von Infektionsschutzmaßnahmen im In- und Ausland hat eine spürbare Erholung der deutschen Wirtschaft eingesetzt. Der Erholungsprozess steht aber erst am Anfang. Die Kapazitäten sind noch deutlich unterausgelastet.
  • Die Industrieproduktion hat ihren Tiefpunkt überschritten. Die gestiegenen Auftragseingänge deuten auf eine anziehende Produktion in den kommenden Monaten hin. Risiken bestehen jedoch insbesondere in der sich nur sehr leicht belebenden Nachfrage aus dem Nicht-Euroraum.
  • Die Pandemie-bedingte Belastung nimmt auch am Arbeitsmarkt weiter ab. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit fällt im Juni mit +69.000 Personen gegenüber dem Mai deutlich schwächer aus als in den Vormonaten. Ersten Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Mai etwa 6 Mio. Personen in Kurzarbeit nach 6,8 Mio. Personen im April. Die Frühindikatoren haben sich nach dem Einbruch in den Vormonaten wieder etwas erholt.

>>> Hier geht’s zum Artikel.

Arbeitnehmer / Arbeitgeber

ifo Institut: Mehrheit der Unternehmen will Homeoffice dauerhaft ausweiten

Knapp über die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen in Deutschland wollen Homeoffice dauerhaft stärker etablieren. Dies zeigt eine Studie des ifo Instituts, die im aktuellen ifo Schnelldienst erscheint. Die Studie basiert unter anderem auf Auswertungen von Daten aus aktuellen ifo Unternehmensbefragungen und einer Mitgliederbefragung des Netzwerks LinkedIn. „Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs Homeoffice bedeuten“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien und Koautor der Studie. Hier geht’s zum Artikel.

ifo: Wachstum des Anteils der Aufrufe von >>Remote Jobs
ifo: Wachstum des Anteils der Aufrufe von >>Remote Jobs<< auf LinkedIn, 2020

Innovationstätigkeit

KFW: Not macht erfinderisch: Mittelständler reagieren auf Corona-Krise mit verstärkter Innovationstätigkeit

  • Je größer der Umsatzeinbruch, desto höher die Innovationstätigkeit
  • Kleine Unternehmen in der Krise besonders innovationsaktiv
  • Aber: Corona-bedingte Innovationen beruhen nur selten auf Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten
  • Corona-Krise dürfte Entwicklung grundlegender Innovationen erschweren

>>> Hier geht’s zum Artikel.

Startup-Finanzierungen

EY: Startup-Finanzierungsrunden 2020 – Anzahl steigt, aber Volumen deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum

Deutschlandweit stieg die Zahl der Finanzierungsrunden im ersten Halbjahr 2020 gegenüber der Vorjahresperiode erneut deutlich an: um 28 bzw. 8 Prozent auf die Gesamtzahl von 360 Deals.

Der Gesamtwert dieser Investitionen ging allerdings stark zurück: um 22 Prozent bzw. gut 600 Millionen Euro auf rund 2,2 Milliarden Euro.Zurückzuführen ist der Rückgang auf die deutlich gesunkene Zahl an Großdeals im Umfang von mehr als 100 Millionen Euro: Im ersten Halbjahr 2020 wurden nur zwei solcher Deals verzeichnet, in der Vorjahresperiode waren es immerhin sieben. Hier geht’s zum EY Startup-Barometer Deutschland.

Preisentwicklungen, Selbständige in der Krise, und verschärfte Kreditangebotspolitik der Banken 

Destatis: Großhandelspreise im Juni 2020: -3,3 % gegenüber Juni 2019 

Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im Juni 2020 um 3,3 % niedriger als im Juni 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahr im Mai 2020 bei -4,3 % und im April 2020 bei -3,5 % gelegen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Großhandelsverkaufspreise im Juni 2020 um 0,6 %. Hier geht’s zum Artikel.

Destatis - Indizes der Grosshandlsverkaufspreise
Destatis – Indizes der Grosshandlsverkaufspreise

DIW Berlin: Corona-Pandemie wird zur Krise für Selbständige 

In Deutschland gibt es rund vier Millionen Selbständige und Inhaberinnen und Inhaber von kleinsten und kleinen Unternehmen. Das sind knapp zehn Prozent aller Erwerbstätigen. Durch den Nachfrageausfall in Folge der Corona-Krise haben viele Selbständige ihre Einkommensgrundlage – zumindest vorübergehend – teilweise oder sogar vollständig verloren. Rund 60 Prozent unter ihnen beklagen Einkommensverluste, während es bei den abhängig Beschäftigten etwa 15 Prozent sind. Rund die Hälfte der von der Krise negativ betroffenen Selbständigen verfügt nur für maximal drei Monate über Liquiditätsreserven. Gleichzeitig erhalten Selbständige relativ wenig direkte staatliche Unterstützung, um ihre Einkommensausfälle auszugleichen. Hier gehts zum Artikel.

Das ifo Institut kommt zu ähnlichen Rückschlüssen. Anbei die Ergebnisse.

Destatis Krisenmonitor: Vergleich Corona- und Finanzmarktkrise

In der öffentlichen Diskussion wird häufig versucht, die erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie mit denen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 zu vergleichen. Zur Unterstützung dieser Diskussion hat das Statistische Bundesamt verschiedene Konjunkturindikatoren zusammengestellt, die die konjunkturellen Entwicklungen während der Corona- und während der Finanzmarktkrise vergleichen. Hier geht’s zum Vergleich.

IWD: Die Corona-Krise hat die gesamte EU in die Rezession geführt – und die erfasst nun auch den gewerblichen Immobilienmarkt.    

“Wenn mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, wird weniger Bürofläche benötigt. Die Nachfrage nach Büros wird also sinken, und zwar auch dann, wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.” Hier geht’s zum Artikel.

IWD - Büroimmobilien

IW: 14 EU-Länder verzeichneten im Mai im Zuge der Corona-Pandemie eine negative Inflationsrate. In Deutschland liegt die Inflation im Juni bei 0,9 Prozent.

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Deutschen weniger Geld ausgeben. Dieser allgemeine Trend zeigt sich bereits in der Sparquote der Haushalte: Während in Deutschland im vierten Quartal 2019 noch fast 18 Prozent des verfügbaren Einkommens gespart wurden, so waren es im ersten Quartal 2020 fast 24 Prozent.

Sinkt die Nachfrage, sinken gewöhnlich auch die Preise. Fallende Preise sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für Konsumenten. Wer davon ausgeht, dass die Preise weiter fallen, schiebt alle Käufe auf, die nicht dringend notwendig sind. Das wiederum sorgt dafür, dass die Umsätze der Unternehmen weiter schrumpfen und sich eine Wirtschaftskrise verfestigen kann. Hier geht’s zum Artikel.

IW: Die Corona-Krise hat die Verbraucher in Deutschland in Schockstarre versetzt. 

Der Einbruch des Verbrauchervertrauens resultiert vor allem aus den stark verschlechterten Beschäftigungsperspektiven. Auch die Kaufneigung ist eingebrochen, was gerade bei langlebigen Verbrauchsgütern zu erheblichen Verschiebungen der Nachfrage führen kann. Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung soll hier gegensteuern. Hier geht’s zum Artikel.

KB-TCB-IW-Verbrauchervertrauen

Deutsche Bundesbank: Juli-Ergebnisse der Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) in Deutschland

  • Die im Rahmen des Bank Lending Survey (BLS) befragten deutschen Banken verschärften im zweiten Quartal 2020 erneut ihre Kreditangebotspolitik in allen erfragten Kreditsegmenten (Unternehmens-, Wohnungsbau-, Konsumenten-, sonstige Kredite).
  • Die Banken verschärften ihre Kreditangebotspolitik im ersten Halbjahr gegenüber allen wichtigen Wirtschaftssektoren. Für das zweite Halbjahr planen sie weitere Verschärfungen für nahezu alle Sektoren.
  • Die NPL-Quote trug im ersten Halbjahr nur geringfügig zur Verschärfung der Kreditangebotspolitik bei. Für das 2. Halbjahr erwarten die Banken aber einen deutlich restriktiveren Einfluss.
  • Die Kreditnachfrage der Unternehmen nahm deutlich zu, auch belebt durch die Corona-Hilfsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Förderbanken der Länder. Die Banken erwarten auch in den kommenden drei Monaten einen Anstieg der Nachfrage.
  • Die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten ging erstmalig seit 2017 zurück.
  • Die Banken berichteten von einer allgemeinen Verschlechterung ihres Refinanzierungsumfelds.

>>> Hier geht’s zu den Pressenotizen.

Insolvenzen 

Marcel Fratzscher (DWI): “Ich befürchte, nach dem 30. September werden wir eine recht hohe Welle an Insolvenzen sehen – auch große Unternehmen könnte das betreffen.” Hier geht’s zum Interview.

Schlusswort

Der Absturz des Verbrauchervertrauensindex, basierend auf den negativen Erwartung bzgl. Beschäftigungsperspektiven, lässt die Annahme zu, dass das Konsumverhalten weiter rückläufig und das Sparverhalten weiter zunehmend sein wird. 

Dies wird voraussichtlich die sinkende Inflationsrate in Deutschland noch weiter nach unten treiben und damit die Umsätze der Unternehmen weiter zum schrumpfen bringen, was letztendlich die Wirtschaftskrise verfestigen kann.

Die fallenden gewerblichen Immobilienpreise gepaart mit der,  im zweiten Quartal 2020, erneut verschärften Kreditangebotspolitik der deutschen Banken, dürfte die Liquidität der Unternehmen weiter belasten und vermehrt zu Insolvenzen führen.

Es bleibt zu hoffen, dass die staatlichen Überbrückungshilfen die Großzahl der Unternehmen über Wasser hält, bis die Corona-Situation und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank eine Erholung des Verbrauchervertrauens erzielen.

Bist Du Selbständig? Bitte nimm Dir ein 3 Minuten Zeit um unsere Umfrage auszufüllen.

>> Hier geht’s zu Kurzumfrage <<

Vielen Dank für Deine Teilnahme!

 

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