Sonntagsbrunch

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Willkommen, zu unserem Sonntags-Brunch mit dene Highlight dieser Woche! 

Es erwarten Dich interessante Artikel und Pressemitteilungen der vergangenen Woche, sowie unsere 5 Cents zum Wirtschaftsausblick. Diese Woche: Weshalb wir erwarten, dass Startups in der nahen Zukunft möglicherweise einen besseren Kapitalzugriff haben als KMUs.

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Wir freuen uns auf Dich! In der Zwischenzeit, viel Spass mit unserem Wochenrückblick:

Überbrückungshilfe des Bundes und der Länder

Hessen – Neue Leasing-Bürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen: Das Programm gilt für Bürgschaftsbeträge bis 1,25 Millionen Euro und ist mit einer Bürgschaftsquote von 50 oder 70 Prozent erhältlich. Dadurch sind Finanzierungen bis 2,5 Millionen Euro möglich. Kleinere Leasingfinanzierungen bis 100.000 Euro (70%) beziehungsweise 140.000 Euro (50%) werden durch europäische Mittel im Rahmen von EIF COSME rückverbürgt, was zu einem besonders schlanken und schnellen Bearbeitungsprozess führt. Bei höheren Beträgen (wahlweise 50% oder 70%) und bei Existenzgründungen unterstützen Bund und Land die Bürgschaftsbanken als Rückbürgen. 

Hier geht’s zu den Informationen.

Weitere Informationen bzgl. Unterstützungsmöglichkeiten für Startups, kleine und mittelständische Unternehmen und Kulturschaffende findest du unter Ressourcen Länder, Bundes Ressourcen Bund und Andere Ressourcen auf unserer Webseite. 

Verschiedene Förderungen

Baden-Württemberg – Der Start-up BW Elevator Pitch wird ab Oktober 2020 fortgesetzt. Gründerinnen, Gründer und Start-ups aus Baden-Württemberg können sich ab sofort wieder für den landesweiten Gründungswettbewerb bewerben.

Die geplanten Termine: 

  • Regional Cup Heilbronn-Franken am 13. Oktober 2020 in Heilbronn
  • Regional Cup Süd-West am 23. Oktober 2020 in Freiburg
  • Regional Cup Böblingen am 30. Oktober 2020 in Böblingen
  • Regional Cup Karlsruhe am 9. November 2020 in Karlsruhe
  • Regional Cup Rhein-Neckar am 25. November 2020 in Heidelberg
  • FEMALE FOUNDERS CUP am 30. November 2020 in Tuttlingen

Mehr dazu hier.

Baden-Württemberg – Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert mit insgesamt 10 Millionen Euro einen „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg“. „Künstliche Intelligenz bietet bereits heute enorme Wertschöpfungspotentiale in praktisch allen Bereichen unserer Wirtschaft. Mit dem Innovationswettbewerb fördern wir gezielt die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und beschleunigen Forschung und Entwicklung in den Unternehmen.

Mehr dazu hier.

Niedersachsen – Mit dem Förderprogramm PRO*Niedersachsen unterstreicht das Land Niedersachsen die Relevanz der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Insgesamt 4,5 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung investiert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen in diesem Bereich.

Mehr dazu hier.

EU Aufbaufond, Kredite, Zuschüsse – Nach zähen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten im Kampf gegen die Corona-Krise auf das größte Finanzpaket in ihrer Geschichte geeinigt. Die am frühen Dienstagmorgen erzielte Vereinbarung hat ein Volumen von rund 1,8 Billionen Euro. 

Jörg Krämer, Commerzbank: “Das Volumen des Wiederaufbaufonds ist riesig. Es kann durchaus einen Beitrag zur Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft leisten. Allerdings darf man sich nicht zu viel davon versprechen. Erstens führt das Programm erst in den kommenden Jahren zu Auszahlungen, wenn die Corona-bedingten wirtschaftlichen Einbrüche weitgehend wettgemacht sein sollten. Zweitens kann ein solches Programm nur dann helfen, wenn es auf fruchtbaren Boden fällt. Das kann für Länder wie Italien bezweifelt werden, die sich in der Vergangenheit gegen notwendige, durchgreifende Reformen gesperrt haben.”

Weitere Informationen hier.

Wirtschaftsmeldungen

Deutsche Bundesbank – Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im ersten Quartal 2020

  • Geldvermögen der privaten Haushalte mit deutlichen Bewertungsverlusten:

Im Vergleich zum Vorquartal lag es um 128 Mrd € oder 2,0 % niedriger. Die privaten Haushalte bauten zwar Forderungen im Wert von 90 Mrd € auf, erlitten aber gleichzeitig Bewertungsverluste im Umfang von 218 Mrd €. Diese waren in erster Linie auf die Kursstürze am Kapitalmarkt zurückzuführen, die durch die Pandemie und die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen ausgelöst wurden. Die Verbindlichkeiten legten im ersten Quartal 2020 um 14 Mrd € zu und damit ähnlich stark wie im Vorquartal. Insgesamt fiel damit das Nettogeldvermögen deutlich um 142 Mrd € auf 4 447 Mrd €.

  • Verschuldungsquote nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften stark gestiegen

Die Geldvermögensbildung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften war im ersten Quartal 2020 mit insgesamt 43 Mrd € relativ kräftig. Hierzu trugen insbesondere Nettokäufe von Aktien und sonstigen Anteilsrechten in Höhe von 50 Mrd € bei. Sonstige Forderungen wurden geringfügig abgebaut (-5 Mrd €).

Hier geht’s zur offiziellen Seite.

VC-Geschäftsklima lebt nach Corona-Schock wieder auf

KFW Research – Genau wie es im 1. Quartal fast geschlossen abwärts ging, haben sich im 2. Quartal die verschiedenen Klimaindikatoren wieder erholt. Einzige Ausnahme war die Qualität des Dealflows, dessen Beurteilung wie im Vorquartal aber stabil blieb. Die VC-Investoren atmen wieder auf, was Fundraising, Exitmöglichkeiten, Neuinvestitionen oder Wertberichtigungen angeht. Bis auf das Fundraisingklima bleiben die entspre-chenden Indikatoren zwar noch im negativen Bereich.

Hier geht’s zum Report.

KFW: Eckdaten VC-Klimaindikatoren
KFW: Eckdaten VC-Klimaindikatoren

Konjunktur – “Das zweite Quartal war schlicht eine Katastrophe”

DIHK – Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) verwies auf DIHK-Umfragen, denen zufolge 40 Prozent der Unternehmen Liquiditätsengpässe sehen. “Fast die Hälfte berichtet von schwindendem Eigenkapital durch starke Verluste. Zehn Prozent der Unternehmen sagen, sie sehen sich von Insolvenz bedroht.” 

Hier geht’s zum Artikel.

Gastgewerbeumsatz im Mai 2020 um 45 % gegenüber Vormonat gestiegen, allerdings liegt er noch 65 % unter dem Vorkrisenniveau

Destatis – Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum Mai 2019 real 80,0 % niedrigere Umsätze. In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber Mai 2019 real um 54,6 %. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im Mai 2020 um 54,1 % unter dem Wert des Vorjahresmonats. 

Hier geht’s zum Artikel.

Destatis: Umsatz des Gastgewerbes
Destatis: Umsatz des Gastgewerbes

Co­ro­na-Schutz­schild

BMWI (Bund) – Insgesamt wurden bereits Hilfen in Höhe von 62,0 Mrd. Euro bewilligt (Stand: 21.07.) Diese setzen sich zusammen aus dem KfW-Sonderprogramm (39,5 Mrd. Euro), den Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler (14,3 Mrd. Euro*), dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (6,0 Mrd. Euro) sowie Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (703,2 Mio. Euro) und Großbürgschaften (1,5 Mrd. Euro). Zu den Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen liegen aktuell noch keine Zahlen vor.

Mehr dazu hier.

BMWI: Corona-Hilfen für Unternehmen
BMWI: Corona-Hilfen für Unternehmen

Verschlechterung des Finanzierungsklimas durch Corona-Krise: 

KFW – Der Ausbruch der Corona-Krise setzt dem Allzeithoch im Finanzierungsklima jedoch ein Ende. Zahlen für das zweite Quartal 2020 zeigen, dass die Kredithürden für Unternehmen sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. So klagten 20,4 % der Mittelständler und 16,1 % der Großunternehmen über eine restriktive Kreditvergabe seitens der Banken.

Komplette KFW Unternehmensbefragung hier.

Langfristeffekte der Corona-Pandemie – eine Orientierung 

IW Report – Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 rund um den Globus das Wirtschaftsleben so stark beeinträchtigt wie kein Ereignis in den letzten sieben Dekaden.

Verhaltensänderung: 

  • höhere Offenheit für Innovationen im Betriebs- und Gesellschaftsleben
  • eingeschränkte  Lern-,  Studien-und Arbeitsmöglichkeiten kann langwierige Potenzialschäden mit sich bringen
  • bestehenden geopolitischen Gefahren und protektionistische Haltungen können verstärkt werden
  • Nicht zuletzt würde auch eine infolge der Pandemie zunehmende marktfeindliche Haltung das Wirtschaftsleben und den Strukturwandel beeinträchtigen

Hier geht’s zum Report.

ZEW-Finanzmarktreport August 2020: Die Wachstumsprognosen bleiben sehr heterogen

ZEW-Finanzmarkttest werden jeden Monat ca. 350 Finanzexperten/-innen  aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen nach ihren Einschätzungen und Erwartungen bezüglich wichtiger internationaler Finanzmarktdaten befragt.

Hier geht’s zum Report.

ZEW: BIP Prognose
ZEW: BIP Prognose

Abbildung 1: 

Für das zweite Quartal dieses Jahres wird im Median ein Rückgang des  realen  Bruttoinlandsproduktes  (BIP)  um  8,2  Prozent  zum  Vorquartal prognostiziert.

In den darauf folgenden Quartalen nimmt die in der Heterogenität der Prognosen zum Ausdruck kommende Unsicherheit etwas ab, bleibt aber noch sehr hoch.

Abbildung 2:

Der  wichtigste  treibende  Faktor  für  die  aktuellen  Prognosen  ist  die  Corona-Pandemie und ihre weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen.  Damit  zusammenhängend  sehen  etwa  51  Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen besonderen negativen Effekt auf die deutsche Wirtschaft durch die Schwäche der Exporte. 

Knapp 45 Prozent erwarten deutliche negative Wirkungen durch die wieder neu auflebenden internationalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China. 

Für 39 Prozent sind die schleppenden Brexit-Verhandlungen mit ungewissem Ausgang über einen Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der EU ein weiterer das Wachstum belastender Faktor. 

Schlusswort

Wie die Zeichen stehen, wird die Realwirtschaft mit wachsenden Problemen im 2.Halbjahr zu kämpfen haben: 

  • die Verschuldungsquote für nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften ist im 1.Quartal stark gestiegen, was letzten Endes die Insolvenzanfälligkeit erhöht.
  • steigende Kredithürden für Unternehmen sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch im Vergleich zum Vorjahr, wird die Kapitalbeschaffung aus eigener Kraft verringern und damit die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.
  • 40 % der Unternehmen sehen Liquiditätsengpässe, welche im Zusammenspiel mit erschwerter Kapitalbeschaffung das Insolvenzrisiko erhöht.
  • Fast die Hälfte der Unternehmen berichtet von schwindendem Eigenkapital durch starke Verluste, was die Kreditaufnahme weiter erschwert.
  • 10 % der Unternehmen sagen, sie sehen sich von Insolvenz bedroht sind

Die aktuellen Prognosen der Finanzexperten bezüglich des Bruttoinlandproduktes sind sehr heterogen, was auf Unsicherheiten hinweist.

Die oben genannten Faktoren, gepaart mit einem Einbruch des Verbrauchervertrauens, auf welches wir in unserem letzten Sonntagsbrunch hingewiesen haben, weist auf ein großes Insolvenz-Potential hin. Die Insolvenzantragspflicht ist noch bis zum 30.09.2020 ausgesetzt.

Auf der positiven Seite scheinen sich der Investment-Appetit der Venture Capital Firmen zu erholen und die Länder haben diverse Förderprogramme im Angebot (fuer regelmäßigen Update folge unserem Twitter Account). 

Das “neu gedruckte Geld” sucht Rendite und scheint stark in den Aktienmarkt geflossen zu sein. Dies wird wohl die Private Equity und Venture Capital Sparte weiter  beeinflussen, respektive beleben. Daher könnten die nächsten Monate im Bereich der Kapitalbeschaffung für Startups vergleichsweise besser aussehen, als für etablierte KMUs; zumindest solange der Aktienmarkt nicht einbricht, was wir ab dem 4.Quartal und abhängig von der Anzahl der Insolvenzen befürchten.

Bist Du Selbständig? Bitte nimm Dir ein 3 Minuten Zeit um unsere Umfrage auszufüllen.

>> Hier geht’s zu Kurzumfrage <<

Vielen Dank für Deine Teilnahme!

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